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Das Théâtre Vidy-Lausanne

Stiftung :

Sophie und karl Binding Stiftungen
Ernst Göhner Stiftung
Sandoz Familienstiftung

Theater :

Theater Vidy-Lausanne
Theater Basel
Theater Neumarkt
 Schauspielhaus Zürich 



Das in einem idyllischen Rahmen am Ufer des Genfersees gelegene Théâtre Vidy-Lausanne wurde vom genialen Architekten Max Bill entworfen. Das im Rahmen der Landesausstellung von 1964 errichtete Gebäude sollte aber nach sechs Monaten Benutzung wieder abgebrochen werden. Doch es steht immer noch! Es besteht aus dem Saal Charles Apothéloz, der 400 Plätze bietet und aus dem Saal La Passerelle, der gut 100 Personen aufnehmen kann. Dazu kommen ein permanentes Zelt (ungefähr 200 Plätze), ein Probesaal und eine Werkstatt für die Konstruktion der Bühnenbilder. Was für eine Auswahl an Räumlichkeiten und was für erstklassige Räumlichkeiten! Dies hindert das Theater aber nicht daran, je nach Projekten, auch Vorführungen im Freien zu organisieren.

Um die Realität dieses Ortes besser messen zu können, sind hier ein paar Zahlen. Das in einer mittelgrossen Stadt (die Umgebung der Waadtländer Hauptstadt zählt ungefähr 250'000 Einwohner) gelegene, mittelgrosse Theater zählt ungefähr 30 permanent angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Theater hat ein aktives Tätigkeitsprogramm: ungefähr 25 Theaterstücke pro Jahr (die meisten davon sind neue Kreationen), für mehr als 350 Vorführungen in Lausanne. Diese Zahl wird durch die Vorstellungen während der Tourneen noch mehrfach multipliziert (ungefähr 600 Vorstellungen in gut zwanzig verschiedenen Ländern).

All dies wäre aber nicht möglich, ohne das wirkliche Engagement der politischen Behörden und der Liebesgeschichte zwischen dem Theater und seinem treuen Publikum.

Im Théâtre Vidy-Lausanne fühlen sich zahlreiche Schweizer oder europäische Bühnenautoren „zu Hause“. Gewisse verfügen schon über ein angesehenes Renommee (Peter Brook, Robert Wilson, Luc Bondy, Benno Besson, Heiner Goebbels, Joël Jouanneau, Jacques Lassalle...), andere sind (für den Moment zumindest) weniger bekannt. Doch alle haben diesen Geist gespürt, welcher das Authentische mit der Anforderung verbindet. Schauspieler, Regisseure, Autoren, Bühnenbildner, Techniker, all sie machen aus diesem Ort des Erfindens, des Schaffens, ein Ort der Menschenfreundlichkeit.

Im „Theater am Ufer des Sees“, das seit 1990 von René Gonzalez geleitet wird, ist eine reiche Palette an zeitgenössischen Werken auf dem Programm. Der Überfluss an Produktionen ist reich an Ausstrahlung, an Sensibilität, mit dem Ausreissen und der Suche nach anderen Horizonten. Wenn die künstlerische Linie in einigen Worten beschreiben werden müsste, kämen spontan Wörter in den Sinn wie: laufendes Suchen, zweifelsohne angeregt durch die Vorstellungskraft und das Entdecken, aussergewöhnliche Bewegungen, welche die Momente, die Schauspieler und Zuschauer miteinander teilen, kostbar werden lassen.

Das Projekt TransHelvetia, das zusammen mit dem Schauspielhaus von Zürich geführt und von der Stifung Binding von Basel unterstützt wird, erlaubt es, eine tiefgründige Arbeit zu entwickeln: Es kommt innerhalb der Schweiz in zwei Sprachregionen zur Aufführung, es werden junge Westschweizer Schauspieler engagiert und das Publikum sind Schülerinnen und Schüler.

http://www.vidy.ch/